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und der Familienname Janik
Janik
aus Langendorf, Kreis Ratibor/Oberschlesien
(Ältester bekannter Vorfahr im Mannesstamm: [z. Zt. der Wappenstiftung]
Thomas Janik * Langendorf vor 1730, + ebenda nach 1789.
Unter goldenem Schildhaupt, darin drei rotbewehrte und -
Auf dem grün-
Neu angenommen am 11.08.1991 vom Antragsteller Andreas Janik, Friseurmeister in Herne, für sich und die übrigen Nachkommen im Mannesstamm seines Stammvaters Thomas Janik, soweit und solange sie noch den Familiennamen des Wappenstifters führen.
Eingetragen in die DEUTSCHE WAPPENROLLE
am 20. September 1991 unter 9392/91
Der Entwurf stammt vom Antragsteller Andreas Janik, Herr Kurt Schweder (Essen) war für die vorzügliche grafische Ausarbeitung der Blasonierung verantwortlich. Es war eines seiner letzten Entwürfe.
Nachfolgend ein Link zu seiner Würdigung:http://www.herold-
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Janik ist mährisch und bedeutet "Kleiner Johannes" bzw. "Hänschen". siehe rechts unten:
Der Heilige ist Johannes der Täufer. Es ist nicht nur der Namenspatron meiner Familie sondern auch der Pfarrpatron der Oberschlesischen Metropolitahnkirche zu Breslau und der Hultschiner Pfarrgemeinde.
Das Wappen wurde von mir unter folgenden Gesichtspunkten entworfen worden:
Als Redendes Wappen: der Namen Janik = Johannes = Johannes Baptist = Agnus Dei (Lamm Gottes) und als Helmzier der Namenspatron selbst.
Regionale Herkunft: Hultschiner Ländchen = Tinktur, Hultschin = s.o.
Überregionales Herkunft: Oberschlesien = der OS Adler in gewechselter Tinktur und nur als Adlerhaupt eingesetzt.
Zuwanderung ins Ruhrgebiet: drei Adlerköpfe als die drei Generationen nach dem Zuzug.
Es ist u. a. aus wesentlichen Teilen des Hultschiner Stadtwappen zusammengesetzt:
Der Farben Grün und Gold, fünf goldenen Sternen der Lilie an der Helmfigur.
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Zur ausdrücklichen Beachtung:
Beachten Sie bitte, dass das Urheberrecht für die hier veröffentlichen Texte bei mir liegt.
Kurioses aus der Familiengeschichte:
Von Tante Hedwig ist bekannt, das sie ihre Abstammung leugnete, bzw. nicht mehr wußte (was ich ihr nicht glaube) wer ihre Vorfahren waren. So fing sie Mitte der zwanziger Jahre an, ihren Familiennamen mit 'ck' statt richtiger mit 'k' zu schreiben. Dieses sollte MEHR Deutsch klingen. Anderseits gab es in Gelsenkirchen einen Bauunternehmer Janick der -
Sie ging sogar soweit, das sie ihren eigenen Vater, unseren Gelsenkirchener Stammvater Johannes als 'Janick' in der Todesanzeige -
Wie auch immer es gewesen seien kann, wahrscheinlich ist die erste die richtige, beerdigt wurde sie von den Verwandten jedoch unter ihrem richtigen Namen Hedwig Janik.
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[2] Zimmermann, Peter, Die Entwicklung der Vornamen im Kuhländchen zwischen 1280 und 1750 in: Alte Heimat -
[3] Schwarz, Ernst, Sudetendeutsche Familiennamen aus Vorhussitischer Zeit, in: Ostmitteleuropa in Vergangenheit und Gegenwart, Band 3, Köln 1957, UBB >IDB 1423<, S.152.
[4] Linnartz, Dr. Kaspar, Unsere Familiennamen, Band II. Aus deutschen und fremden Vornamen im ABC erklärt, Bonn(3)1958, UBB >IEA 2088-
[5] Linnartz, Dr. K., a.a.O.
[6] Marschall, W., Alte Kirchenpatrozien des Archidiakonates Breslau, [...] Köln 1966, S.131
[7] Tukay, Heinrich, Die Kirchenpatrozien im mittelalterlichen Archidiakonat Oppeln -
[8] Linnartz, Dr. K., a.a.O.
[9] Linnartz, Dr. K., a.a.O.
[10] Gottschald, Max, Deutsche Namenskunde, Berlin 1954(3), UBB >IEB 1079<, S.353
[11] Weber, Hans Hugo, In einem Brief vom 9.7.1991 an den Autor
[12] Schwarz, Ernst, a.a.O.
[13] Zimmermann, Peter, a.a.O., S.413

praeibis ante Dominum paráre vias ejus
Du wirst einhergehen vor dem Herrn
und Ihm die Wege bereiten.
nach der Graduale am Hoch-
Der Familienname JANIK -
Der Familienname (FN) Janik gehört zu den nicht seltenen Namen im slawischen und deutschen Sprachraum. So gibt es ihn allein in der Bundesrepublik Deutschland von der Küste bis zu den Alpen, vom Rhein bis zur Oder. (siehe Namenshäufung links.)
Durch Auswanderung, Übersiedlung und Vertreibung wurde der Familienname Janik in die ganze Welt getragen, was Aufzeichnungen in diversen Ländern -
Zum ersten mal taucht jedoch der Familienname 1204 als 'Janek' in Polen auf. Er kann als Herkunftsname des Ortsnamen JANICK oder als Kosenamensforn (s.u.) zum Familienname JANIK geführt haben.[1]
"1. Im 12. Jahrhundert beginnt die Rufnamenvielfalt zu schrumpfen, die Träger gleichen Namens nehmen zu. [...] So entstehen in Böhmen und Mähren [und den angrenzenden Gebieten] die Familiennamen; sie kamen durch eine Modewelle über Frankreich zu uns. Die Mode läßt sich nicht nur räumlich und zeitlich bestimmen, sondern auch sozial. Denn zuerst nehmen Adelige Familiennamen an, danach Großbürger und Edelleute, zuletzt, am Ende des 16. Jahrhunderts auch die Bauern und Dienstleute. Die neuen Familiennamen, die nicht unbedingt vererbt wurden, waren zum Teil Übernamen [...] und ehemalige Rufnamen [...]. Erst danach folgen Berufs und Herkunftsnamen. Manchmal kam es zu Tautologien, z.B. Lorenz Wawra; was nicht anderes als die deutsche Schreibweise des tschechischen Vavrinec (=Laurenz) bedeutet. 2. Während die deutschen Rufnamen seltener werden, steigt der Anteil der Heiligennamen. Da aber immer nur bestimmte Heilige "aktuell" sind, wird dadurch die frühere Vielfalt nicht wieder hergestellt. [...] Die Heiligennamen waren ein beliebtes Spielfeld für "Eindeutschungen", Verkleinerungen etc.; so wurde aus Johannes Hans oder Janel [Janik s.u.], [...] etc.. Deutsche und tschechische Bewohner lebten friedlich miteinander, schlossen Ehen und paßten ihre Namen den jeweiligen Modeströungen an. Deutsche Schreiber hängten kleinen oder jungen Personen ein -
Ernst Schwarz vertritt die These, das der Name Jahnel als ursprünglicher Name für Janik ausreichend erklärt wurde: 1387 tritt in Kolin ein Waczlab Jenel auf um 1483 heißt es in Falkenau Johann Kolb genannt Janel. Dieser ist ebenfalls ein Kosename für Johannes und "kann im Einzelfalle tschech. Janik, Janek, Jenik eindeutschen."[3]
Jan ist die ist eine der Kurzformen des Rufnamens JOHANNES, der wiederum als beliebter Name in der Zeit der Christlichen Mission an Täuflinge gebeben wurde. Jan findet sich im Niederländischen, im niederdeutschem und auch in polnischen.[4]
Er entspricht dem hebräischen JOHOCHANAN, "Gott ist gnädig". Phönikisch auch Hannibal[5]. Entweder als Johannes dem Täufer (Baptist) oder Johannes des Evangelisten zugehörig.
Unser Familienname könnte Johannes dem Täufer zu danken sein. Dieses erscheint einleuchtend zu sein, wenn wir bedenken, dass die Hauptkirche Hultschins (siehe dort) eben diesem Heiligen geweiht ist.
"Die Überragende Persönlichkeit Johannes des Täufers war zu allen Zeiten durch die vier Evangelien bekannt; das Johannesfest ist schon im 4. Jahrhundert bezeugt. Der Johanneskult wurde im 4./5. Jahrhundert durch die Auffindung seiner Reliquien verstärkt. Ein Bildnis aus dem 6. Jahrhundert, das ihn zwischen den Aposteln stehend darstellt, befindet sich zu Ravenna. Verständlicherweise wurden die meisten Taufkirchen dem hl. Täufer geweiht. Zur Verbreitung des Johannes-
Insgesamt gibt es über 302 Familiennamen die sich direkt oder indirekt auf Johannes beziehen, und ca. 30 Millionen Menschen tragen einen Nachnamen der sich auf Johannes bezieht.[8]
Als Beispiel soll folgende Zusammenstellung dienen: Johannes, -
Der Slawischen, -
Somit bedeutet der Name Janik: Johannes-
In Tschechien und der Slowakischen Republik tritt dieser Familienname häufig als Kosenamen bei kleinen Jungen auf, die natürlich mit vollem Vornamen Johannes heißen.
Nach den Forschungen (1993) hieß unsere Familie ursprünglich JANUSCH oder JANOSS.
Der Name Janusch wurde erstmalig 1378 als Elbil Jenusch in den Iglauer Stadtbüchern (2,4) erwähnt. "Zu Jan Johannes bildet das Tschech[ische] die Koseform Janus."[12] Aber auch Janek, Janik und Janicek.[13]
Welchen Schluss können wir aus dem eben gelesenen auf die Abstammung unseres Familiennamens ziehen.
Folgendes ist denkbar:
Als im schlesischen Hultschiner Ländchen, wie im benachbarten mährischen Kuhländchen, sich die Nachnamen bildeten, wurde der -
Da er wohl von Gestalt klein gewesen seinen konnte -
Dieses Übertrug sich auf sein ganzes Leben, da seine bäuerliche Umgebung ihn nur so kannte. Seine Söhne erhielten ebenfalls diesen Namen, auch dann wenn sie einen anderen Vornamen trugen.
Interessant ist, daß die Änderung des Namens Janusch in Janik gerade in die Zeit hineinfällt, während die Armeen Preußens Oberschlesien für ihren König Friedrich II. eroberten.(1740-
Noch im Jahre 1713 heiratete Simon Janusch seine Frau Helena unter seinem alten Namen in Hutschin.
Auch ihre Kinder wurden alle als Janusch ins Taufregister eingetragen. 1713 Matthaeus, 1716 Marina, 1718 Anna und 1721 Thomas.
Nun denke ich mir, daß dieser Thomas Janik auch einen zweiten Vornamen trug, welcher für ihn und seiner ganzen Familie prägend werden sollte. Ich tippe dabei nicht ohne Grund auf Johannes.
Nun, als 'kleiner Johannes' wurde er Janik gerufen und war auch unter diesem Namen bekannt.
Nach zwei Schlesischen Kriegen, der dritte 'siebenjährige' stand noch bevor, heiratete 1750 Johannes Thomas seine Ehefrau und wurde nicht mehr als Janusch eingetragen, sondern in der -
Damit hatten wir im unseren Namen, und unseren Namenspatronen Johannes/Täufer, endgültig bekommen.